Ein neues altes Pflanzenmittel – vielseitig verwendbar!

Beispielhaft für die moderne Erforschung einer aromatischen Substanz ist der Weihrauch. Nachdem er in Indien schon seit Jahrhunderten im Gebrauch war, konnte nun der Wirkmechanismus in einer Studie der Universität Tübingen aufgeklärt und publiziert werden. Ebenso wurden Untersuchungen an der Ruhr-Universität Bochum, in Kooperation mit Wissenschaftlern aus Gießen und Tübingen, mit Weihrauch-Harz-Extrakt durchgeführt:

Neben zahlreichen anderen Substanzen (ätherische Öle, Schleime, Harzstoffe...) enthält Weihrauchharz 5-8 % Boswellia-Säuren, welche vermutlich hauptverantwortlich für die vielseitige Wirkung sind. Boswellia-Säuren hemmen die Tätigkeit des Enzyms 5-Lipogenase, welches für die Bildung von Leukotrinen verantwortlich ist. Leukotrine sind Gewebshormone, die im Zusammenhang mit Stoffwechselreaktionen des Körpers stehen.
Durch Weihrauch wird auch die Immunreaktion des Körpers positiv beeinflusst.